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PEARL WHITE RESIDENCY

Die Unterkunft Pearl White Residency war mit Abstand die preiswerteste Bleibe unserer Reise. Dass sie am Ende sogar noch günstiger wurde, hat eine besondere Vorgeschichte. Wir hatten unser Zimmer bereits etliche Monate vor der Reise für zwei Nächte gebucht, erhielten jedoch einige Wochen später eine aufgeregte Sprachnachricht des Besitzers via WhatsApp. Er hatte sich bei der Belegung vertan und unser Zimmer für die zweite Nacht versehentlich doppelt vermietet, da eine kleine Reisegruppe das gesamte Haus inklusive beider Schlafzimmer gemietet hatte. Er stand nun vor dem Dilemma, entweder der Gruppe absagen zu müssen oder uns um einen Zimmerwechsel für die zweite Nacht zu bitten.

Wir signalisierten ihm direkt, dass solche Fehler passieren können und wir kein Problem mit dem Umzug hätten. Seine Erleichterung darüber war so groß, dass er uns die zweite Übernachtung inklusive Frühstück komplett schenkte. So bezahlten wir am Ende für beide Nächte umgerechnet weniger als 20 Euro für die Übernachtung, was angesichts der Leistung schon für eine Nacht viel zu günstig war.

Aktuell wird die Unterkunft als ganze Villa und darin befindlichen gleichen Zimmer auch einzeln als Hotel angeboten, da kann man schon mal durcheinander kommen.

Sowohl der Check-in als auch der Check-out verliefen völlig unkompliziert, wenngleich uns bei der Ankunft zunächst ein kleiner Schock ereilte. Das Gelände rund um das Haus war durch den anhaltenden Regen der vergangenen Tage stark aufgeweicht, zudem fanden im Garten gerade Bauarbeiten statt. Es wurden Mauern rund um ein paar Bäume gezogen und dazwischen bestand der Boden aus Pfützen und Matsch. Nach unserem Eintreffen reduzierte sich die Arbeit auf das manuelle Umlagern einiger Stapel Ziegelsteine vom Hof nach draußen, was keinen Krach machte.

Bei dem Offroad-Gelände handelte es sich um die noch sichtbaren Spuren eines der schwersten Naturereignisse in der jüngeren Geschichte Sri Lankas. Ende November 2025 wurde die Insel vom Zyklon Ditwah getroffen, der als der tödlichste Sturm seit dem Tsunami von 2004 gilt. Er traf am 28. November 2025 auf die Ostküste und zog anschließend über das Landesinnere, wobei er auch Polonnaruwa und somit dieser Unterkunft schwer zusetzte. Obwohl die Windgeschwindigkeiten nicht die höchsten Kategorien erreichten, brachte der Sturm extreme Regenmengen mit sich, die auf bereits gesättigte Böden trafen. Die ganze Umgebung wurde damals überschwemmt, der Hof verwüstet.

Auch das gerade neu erbaute Haus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der freundliche Besitzer schilderte uns, wie schwierig es momentan sei, zuverlässige Handwerker zu finden. Da viele Menschen in der Umgebung mit ähnlichen Schäden zu kämpfen haben, können sich Reparaturarbeiten über Monate hinziehen. Manche Arbeiter versprechen Ihr Kommen und erscheinen dann einfach nicht. Im Inneren des Hauses war jedoch alles neu und sehr sauber, zudem ruhten die Bauarbeiten am Abend und am darauffolgenden Tag war niemand mehr auf der Baustelle.

Gleich nach unserer Ankunft liefen die Angestellten durch den strömenden Regen zu einem Orangenbaum im Garten, nur um uns zur Begrüßung einen frischen, vitaminreichen Saft zuzubereiten. Leider haben wir das Haus von außen gar nicht fotografiert, weil es ständig schüttete und bei der Abreise haben wir es einfach vergessen.

Die Kommunikation während des Aufenthalts erfolgte ebenfalls unkompliziert über WhatsApp, worüber wir die Speisekarte erhielten und unsere Wünsche direkt zurücksendeten.

Es handelt sich um ein herzlich geführtes Familienunternehmen. Die Gastfreundschaft des Besitzers ist bemerkenswert, und er zeigt sich bei der Planung von Touren durch die archäologische Zone äußerst hilfsbereit. Dabei wird oft die App PickMe genutzt, was stets faire und günstige Preise garantiert. Das Essen wird von der Mutter des Besitzers frisch zubereitet, während zwei sehr freundliche junge Männer den Inhaber bei der Bewirtung der Gäste unterstützen. Wir haben uns rundum wohl gefühlt, man wird fürsorglich wie ein Familienmitglied behandelt.



Lage

Die Unterkunft Pearl White Residency liegt strategisch äußerst günstig in Polonnaruwa New Town. Das Haus ist von viel Grün umgeben, was bei Sonnenschein sicherlich eine vielfältige Vogelwelt und Affen angelockt hätte.

Von diesem Standort aus lassen sich das archäologische Museum, in dem die Eintrittskarten erworben werden müssen, sowie der Zugang zu den historischen Ruinen in nur wenigen Minuten bequem mit dem Tuk-Tuk oder dem Fahrrad erreichen.



Zimmer

Das Anwesen drei aneinander gebauten Teilen. Links gibt es ein Haus, das im Erdgeschoss ein Esszimmer mit Fernseher beherbergt, während sich in der ersten Etage ein Wohnzimmer sowie ein Doppelzimmer befinden. Das attraktivste Zimmer mit eigenen Außenterrassen liegt ganz oben. Dieser gesamte Bereich wird üblicherweise als abgeschlossene Villa vermietet. Da wir lediglich den oberen Raum als Hotelzimmer gebucht hatten, kam es zu der eingangs erwähnten Verwechslung, denn die andere Gruppe, ein Paar mit Fahrer, hatte die gesamte Villa für sich allein reserviert.

Direkt daneben, im Bereich der aktuellen Baustelle, existiert bereits ein fertiggestellter ebenerdiger Raum mit Bad, zwei weitere befanden sich nebenan im dritten Gebäudeteil gerade im Bau. Zukünftig soll dort zudem ein Pool entstehen, doch die Umsetzung dieser Pläne wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wir boten dem Besitzer an, direkt das untere Zimmer zu beziehen, um ihm die Arbeit zu ersparen, nach nur einer Nacht erneut alles reinigen und beziehen zu müssen. Davon wollte er jedoch nichts wissen, sodass wir am ersten Tag das schöne Zimmer im obersten Stockwerk bewohnen konnten, das war auch sehr gut so.

Den Ausblick auf das umliegende Grün und die Felder konnten wir allerdings kaum genießen, und auch die Terrasse war aufgrund des anhaltenden, heftigen Regens nicht nutzbar. Aircondition und WLAN funktionierten sehr gut. Besonders schön präsentierte sich das Badezimmer, das man durch eine Glaswand mit Tür betritt.

Neben einer Dusche gab es dort eine einladende Badewanne, die wir bei diesem Wetter sehr schätzten. Die eckige Form ist sehr angenehm für die Schultern. Man kann bei schönem Wetter die Glasfront aufmachen und hat dann das Gefühl im Dschungel zu sein. Rundum an den Fenstern gibt es Verdunklungsvorhänge, sogar im Badezimmer. Unsere Mahlzeiten nahmen wir im Speiseraum im Erdgeschoss ein, es gab allerdings auch einen Tisch mit Stühlen im Zimmer. Treppensteigen muss man hier auf jeden Fall können.

Die Wasserpumpe auf dem Dach verursachte einen erheblichen Lärm, da sie direkt auf den Beton geschraubt war. Michael schlug vor, die Pumpe zur Entkopplung auf Gummiunterlagen aus alten Autoreifen zu setzen. Dieser Vorschlag wurde umgehend in die Tat umgesetzt, wodurch es im gesamten Haus schlagartig deutlich leiser wurde.

Am nächsten Tag zogen wir in das andere Zimmer um, von dem aus der Blick weniger reizvoll direkt auf den verwüsteten Hof und Baustelle fiel. Hier nahmen wir unsere Mahlzeiten im Zimmer ein, ansonsten war jedoch alles geräumihg, sauber und auch dieses Badezimmer war sehr schön. Laut dem Besitzer sollen diese Räumlichkeiten vornehmlich an einheimische Gäste vermietet werden.

Insgesamt zahlten wir für die beiden Nächte lediglich 6.052 LKR. Selbstverständlich gaben wir dem Personal ein großzügiges Trinkgeld und hinterließen bei Booking eine 10-Punkte-Bewertung, da man uns für die zweite Nacht partout nicht bezahlen lassen wollte.





Frühstück

Das Frühstück im Pearl White wird zu einem Preis von 1.400 LKR pro Person angeboten.

Serviert wurden Toast, Butter und Marmelade sowie eine Auswahl an verschiedenen Früchten. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Eierspeise, kleine Würstchen, einen Joghurt und eine kleine Portion Eis. Die Eier kamen hübsch verziert, siehe Bild.

Dazu gab es Kaffee mit Milch, Wasser und Fruchtsaft. Am ersten Morgen nahmen wir das Frühstück im Speisezimmer der Villa ein, während es uns am zweiten Morgen direkt im Zimmer serviert wurde.



Kulinarisches

Das Abendessen wurde von der Mutter des Besitzers frisch zubereitet und schmeckte hervorragend. Serviert im Esszimmer wurde auf handgearbeiteten Tischdecken. In der Nähe gibt es wenig Möglichkeiten auswärts zu essen, da aber man alles auch auf Wunsch bekommen kann war das kein Problem.

Wir konnten zwischen den in Sri Lanka typischen Gerichten wie gebratenem Reis oder gebratenen Nudeln wählen, die wahlweise mit Huhn, Ei oder Gemüse serviert wurden. Auch Kottu oder Pasta standen auf der Karte. Letztere bestellte ich an einem Abend, sie wurde mit einer scharfen, sehr schmackhaften Tomatensauce gereicht. Ein kleiner Fleck auf meiner hellen Hose, der auch nach mehrmaligem Waschen nicht heraus ging, erinnert mich noch heute als Souvenir an dieses Gericht.

Zum Abschluss des Abendessens gab es erneut eine Portion Eis in einem kleinen 80 Gramm Becher, die eher an einen gefrorenen Joghurt erinnerte. Ergänzt wurde das Menü durch frische Früchte, Wasser sowie Tee oder Kaffee.

Zusätzlich tranken wir hier Bier, zunächst zweimal Tiger Beer in kleinen Flaschen für 585 LKR. Später wurden extra für uns große Dosen Lion Lager besorgt, die mit moderaten 530 LKR abgerechnet wurden.

Insgesamt zahlten wir für zwei Tage inklusive Übernachtung und Verpflegung 16.858 LKR, also umgerechnet etwa 45 Euro. Wir waren mit dem Aufenthalt sehr zufrieden und würden diese Unterkunft jederzeit wieder wählen.





Fazit

Eine schöne Unterkunft im Grünen, mit viel Platz und netten Besitzern. Zudem ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.

Im Januar Februar 2026 waren wir zwei Nächte hier.

Hier ist ein Link zu Booking.com direkt zur Unterkunft Pearl White Residency.

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