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PRIVATE VILLA BY THE TEA ESTATE

In Nuwara Eliya hätten wir es nicht besser treffen können als mit dieser Unterkunft. Hier bewohnt man eine Doppelhaushälfte über drei Etagen. Es ist eine relativ neue und exklusive Adresse in Nuwara Eliya, die vor allem durch ihre moderne Architektur und die Lage direkt an den Teefeldern besticht. Da wir recht früh ankamen, durften wir uns sogar aussuchen, wo wir wohnen möchten, und wählten das Haus mit zusätzlichen Seitenfenstern im Wohnzimmer.

Die beiden Häuser stehen direkt nebeneinander, und etwas unterhalb im Tal befindet sich die Unterkunft Tea Estate; alles gehört denselben Besitzern aus Colombo. Die Villen sind allerdings neu, und erst seit März 2025 empfängt man hier Gäste. Nach der Ankunft bekamen wir Tee und dazu Kuchen und Plätzchen. Wir durften uns sogar die Villa aussuchen und entschieden uns für die linke, da es hier an der Seite im Erdgeschoß noch zusätzliche Fenster gibt.

Der Verwalter Shameera und sein netter Kollege wohnen in einem Anbau direkt hinter dem Haus und sind somit immer ansprechbar, auch über WhatsApp. Shameera ist die gute Seele des Hauses, reagiert extrem schnell auf Nachrichten und organisiert alles – vom Essen über Reservierungen bis hin zum Abholen von Mahlzeiten aus der Stadt. Den Tuk-Tuk-Fahrer, den er am ersten Tag vermittelt hat, fanden wir so nett, dass wir bei unseren Touren nur noch mit diesem unterwegs waren.

In dem dreistöckigen Gebäude befinden sich die zwei ca. 111 m² großen Einheiten nebeneinander. Das bedeutet viel Privatsphäre, erfordert aber auch, dass viele Treppen zu bewältigen sind; für Gehbehinderte ist die Unterkunft daher nicht geeignet.

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Im Erdgeschoss gelangt man über eine geflieste Terrasse mit zwei Holzsesseln ins Haus. Im kleinen Garten blühen dicke Hortensien, ein paar Begonien und Lampenputzergras. Um die Ecke steht sogar ein Notstromaggregat für den gesamten Komplex, damit sind Stromausfälle kein Problem. Wenn man das Erdgeschoss betritt, steht man zuerst im geschmackvollen Wohnzimmer. Es gibt ein Sofa und einen Ohrensessel, dazu eine Theke mit vier Stühlen und dahinter eine voll ausgestattete Küche mit Mikrowelle, Kühlschrank und Ofen. Das ist besonders praktisch für das Hochland, wenn man bei Regen nicht mehr ausgehen möchte.

Man findet schönes, dickes Geschirr, und auf offenen Regalen stehen Gläser und Tassen. Hier gibt es sogar Weingläser, Sektgläser und Bierhumpen. Eine Dunstabzugshaube, eine Kaffeemaschine und eine Spüle sind ebenso vorhanden wie Kleinigkeiten wie Servietten und Schneidebretter.

Unten gibt es auch eine Toilette, damit man nicht immer ganz nach oben laufen muss. Sie verfügt sogar über eine Dusche, was praktisch für Familien ist oder wenn die Wohnung mit vier Personen belegt wird. Auf der gepolsterten Fläche unter der Treppe können Kinder liegen und auf dem einem dort aufgehängten Bildschirm fernsehen. Ein nettes Detail der Ausstattung war das Bluetooth-Radio, welches sich, ebenso wie ein weiteres im Badezimmer, für eine angenehme Untermalung mit eigener Musik vom Smartphone sorgte.

Begrüßt wird man hier auch von frischen Blumen auf dem Tisch; zwei weitere Blumensträuße stehen oben im Bad neben der Badewanne. Sie wurden nach zwei Tagen gegen frische Exemplare ausgetauscht.

Die Villa ist perfekt für Reisende, die den kolonialen Charme eines Grand Hotels zwar schätzen, aber lieber in einem modernen, privaten Design-Ambiente ohne Reisegruppen schlafen wollen. Es ist eher ein "Home away from home" als ein klassisches Hotel.





Lage

Die Villa liegt direkt oberhalb von Teeplantagen in der Gajabapura Road 50/2, Magastota, und ist somit ca. 2,3 km vom Stadtzentrum entfernt. Es handelt sich um ein ruhiges Wohngebiet; weiter unten an der Hauptstraße befindet sich der Sri-Senanandarama-Tempel. Am Morgen und am Abend schallen Gesänge aus dem Tempel herüber, während man tagsüber den Arbeiterinnen beim Teepflücken zusehen kann.

Die gegenüberliegenden Teefelder sind von oben gesehen sehr malerisch, ein Spaziergang dort hat uns jedoch enttäuscht. Die Wege, die hindurchführen, sind voller Müll. Eine illegale Deponie der Anwohner, auf der auch viel Plastik liegt.

Da das Wetter zu schlecht war, um Aussichtspunkte im Nebel anzusteuern, haben wir hier nach vier Wochen Reise ganz gemütlich zwei Tage lang längst überfällige Büroarbeit erledigt – es ist der perfekte Platz für so etwas. Einmal waren wir spontan im Hakgala Gardens, als am Morgen einmal die Sonne heraus kam.

Man benötigt ein Tuk-Tuk, um ins Zentrum zu gelangen. Mit Wartezeit und Rückfahrt kostet dies etwa 1.500 LKR, eine einfache Fahrt ist für 750 LKR zu haben. Zu Fuß erreicht man den Lake Gregory in etwa 10 Minuten.



Zimmer

Vom Erdgeschoss geht es eine Treppe hinauf und man steht im Schlafzimmer. Hier befinden sich zwei riesige Betten mit einer Breite von 1,80 m. Es gibt einen schönen Kleiderschrank mit Belüftung, und auch auf dem Geländer kann man einiges aufhängen. Die hochwertigen Schiebetüren öffnen sich zu einer Terrasse mit gemusterten Fliesen, auf der zwei schöne Stühle mit Fußbänken stehen.

Dicke Vorhänge sorgen für Verdunkelung in der Nacht; am Morgen wird man hier von der Sonne geweckt. Dann ist es auf der Veranda sehr warm. Es gibt auch einen Flachbild-Kabel-TV, den wir jedoch gar nicht eingeschaltet hatten, sowie einen elektrischen Heizkörper, der bei Kälte hier Gold wert sein kann.

Das Highlight liegt ganz oben: Das Badezimmer ist sicherlich das meistfotografierte Detail dieser Unterkunft. Schwarze Fliesen rundum, ein Spitzdach und eine freistehende Badewanne mit direktem Panoramablick durch abgedunkelte Fenster auf die Teefelder. Darüber hängt ein Kronleuchter, und rechts und links stehen die frischen Blumen. Hier kann man wunderbar entspannen.

Dazu gibt es noch einen Doppelwaschtisch und eine freie Dusche an der anderen Giebelwand. Warmwasser war hier immer schnell und heiß verfügbar. Im Boden ist eine Abflussrinne eingelassen; beim Gehen auf den nassen Fliesen muss man jedoch etwas vorsichtig sein.

In einer Nische befindet sich zudem die zweite Toilette. Man muss nachts vom Bett aus also immer entweder eine Etage hoch oder runter laufen.






Frühstück

Das Frühstück wurde morgens auf einem Tablett zum Esstisch gebracht und war sehr reichhaltig. Es gab jeden Tag eine andere Variante, sodass es nicht langweilig wurde. Neben dem bestellten Kaffee mit Milch wurde auch Fruchtsaft serviert, allerdings war es hier kein frisch gepresster, sondern Apfelsaft, Mango und Mehrfrucht in einer kleinen Karaffe.

Das Omelett war stets frisch zubereitet. Als wir erwähnten, wie gerne wir Egg Hoppers und Plain Hoppers mögen, bekamen wir diese ebenfalls serviert. Am nächsten Tag gab es Kokosnuss-Roti mit Linsen-Dal und scharfen, geschmorten Zwiebeln.

Zum Frühstück gehörten außerdem immer kleine Würstchen, Toastbrot, Butter, Käseecken und Marmelade, zweimal gab es zusätzlich auch Aufschnitt. Jeden Tag wurde zudem eine Schale mit frischen, kleingeschnittenen Früchten serviert.

Da wir ja eine Küche mit Ofen, Kühlschrank und auch einem Toaster hatten, war das Toastbrot hier immer ganz frisch und knusprig.



Kulinarisches

Da die Villa in einem Wohngebiet liegt und das nächste Restaurant ca. zwei Kilometer entfernt ist, waren wir hier etwas bequem. Am Ankunftstag wurde uns angeboten, ohne Aufpreis Essen mit dem Motorrad abholen zu lassen. Wir erhielten per WhatsApp zwei umfangreiche Speisekarten von Restaurants in der Nähe. Darunter war ein Inder namens "Indian Summer", den wir ursprünglich sogar zu Fuß besuchen wollten.

Am ersten Tag bestellten wir dort Palak Paneer, Dal Makhani und Butter Chicken. Dazu gab es zwei Garlic Naan und ein Pistazien-Kulfi zum Nachtisch. Die Rechnung war mit 8.400 LKR für die sehr gute Qualität recht günstig.

Am nächsten Tag hatten wir noch etwas Dal übrig. Zusammen mit ein paar Würstchen vom Frühstück und etwas Ei wanderte alles in den Kühlschrank. An diesem Nachmittag fuhren wir nämlich zum High Tea ins Grand Hotel. Mehr dazu auf der Seite Tee und Kolonialzeit.

Logisch, dass wir am Abend kaum noch Hunger hatten. So wärmten wir uns einfach das Dal mit Würstchen und Ei auf, dazu gab es Toast und als Nachtisch eine kleine Banane.

Am nächsten Tag planten wir eigentlich einen Spaziergang zu einem Restaurant. Den ganzen Tag war es bereits bedeckt, doch am Abend setzte Regen ein. Da für unsere neu angekommenen Nachbarn ohnehin Essen beim Inder geholt wurde, gaben wir direkt eine größere Bestellung auf, da auch für den Folgetag wieder Regen angesagt war.

Wir bestellten fünf verschiedene indische Gerichte mit zwei Portionen Reis. Der arme Mitarbeiter wurde beim Abholen vollkommen nass, und wir waren froh, bei der Nässe und Kälte nicht mehr vor die Tür zu müssen.

Das Essen war wieder fantastisch: Goa-Fischcurry, Palak Paneer, Chicken Tikka Masala, Murgh Badami und Chicken Tikka Lazeez. Alles war hervorragend gewürzt, das leckerste indische Essen, das wir seit Langem hatten.

Bezahlt haben wir dafür 14.600 LKR, was wie geplant problemlos für zwei Abende reichte. Dank Kühlschrank und Ofen in der Villa waren wir ja bestens versorgt.

Noch eine Besonderheit gab es hier: Jeden Tag erhielten wir zusätzlich zu den täglich ergänzten Wasserflaschen ein Körbchen mit Naschereien: Plätzchen, kleine Chipstüten, Cracker, Käsecreme zum Dippen und gefüllte Schokotaler. Das konnten wir gar nicht alles aufessen. Die Reiscracker, die wir nicht so mochten, gaben wir zurück, und einiges verschenkten wir an unseren netten Tuk-Tuk-Fahrer, der einen kleinen Sohn hat.

Als Shameera das mitbekamen, stand am nächsten Tag ein Tontopf mit Büffelmilch-Joghurt, hier Curd genannt, sowie ein Schälchen frische Erdbeeren aus lokaler Ernte für uns bereit. Eine sehr aufmerksame Geste, über die wir uns sehr gefreut haben, denn diese Zutaten waren deutlich teurer als die abgepackten Standard-Snacks.

Am letzten Morgen bekamen wir bei der Abreise noch Räucherstäbchen und zwei Packete mit original Ceylon Schwarztee-Beuteln geschenkt. Der Besitzer der Unterkunft hat also ganz pfiffig aus dem Mietpreis einen gewissen Etat für "Kundenbindung durch Leckereien" reserviert - Kleinigkeiten, die im Gedächnis bleiben.




Fazit

Eine schöne und private Unterkunft, perfekter Aufenthalt zum Relaxen.

Im Februar 2026 waren wir vier Nächte hier.

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