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The Trees

Das Hotel "The Trees Kandy" ist ein modernes Boutique-Hotel zentrumsnah in Kandy, das vor allem durch seine beeindruckende Aussicht und den luxuriösen Infinity-Pool auf der Dachterrasse besticht. Aufgrund der erhöhten Lage genießen Gäste einen weiten Panoramablick über den Kandy-See, das Stadtgebiet und den bekannten Zahntempel Sri Dalada Maligawa. Die Unterkunft bietet eine ruhige Atmosphäre und liegt abseits des chaotischen und abgasreichen Stadtverkehrs.

Ein besonderes Highlight ist der Infinity-Pool auf dem Dach, der eine Aussicht über das gesamte Tal ermöglicht. Der Pool ist in verschiedene Bereiche unterteilt, sodass man entweder auf Liegen im flachen Wasser entspannen oder in den tieferen Zonen schwimmen kann. Bei kühlerer Witterung oder Wind nach Regenschauern während unseres Audfenthalts wurde die Nutzung des Außenbereichs jedoch etwas ungemütlich und kein einziger Gast war im Wasser. Schade, da hatten wir uns drauf gefreut.

Angrenzend an den Poolbereich befinden sich Sitzgelegenheiten, an denen auch Speisen und Getränke serviert werden. Eine Glasfront bietet am Abend einem Teil der Tische Schutz vor dem Wind, ohne die Sicht einzuschränken.

Der Empfang nach unserer Ankunft in der Lobby wurde durch eine traditionelle Geste begleitet: Alle Gäste erhalten eine blaue Seerose, die Nationalblume des Landes, die im Zimmer in einer bereitgestellten Vase platziert werden kann. Zur Begrüßung wird zudem Tee zusammen mit Jaggery, einem traditionellen Rohrzucker, gereicht.

In der Nähe der Rezeption ist ein kleiner Juwelierladen untergebracht, dessen Personal sehr zuvorkommend war, auch wenn wir hier nichts gekauft haben. Die Servicequalität im restlichen Haus variiert jedoch deutlich. Während einige Mitarbeiter durch ihre Aufmerksamkeit und Herzlichkeit überzeugen, agieren andere eher träge oder unzuverlässig bei Rückfragen. Ein positiver Lichtblick ist der Mitarbeiter Pavithra im Restaurant, der uns durch seine Schnelligkeit, seine vorausschauende Arbeitsweise und gutes Gedächnis beeindruckt hat.

Hoteleigene Transportdienste und Tuk-Tuk-Fahrten werden angeboten, sind preislich jedoch oft wesentlich höher angesetzt als lokale Alternativen. Man braucht nur kurz vor das Hotel zu treten und findet so schnell günstigere Mitfahrgelegenheiten im TukTuk zu einem guten Preis. Ziemlich unverschämt fanden wir den Preis für längere Strecken, so wollten wir nach unserem Aufenthalt hier nach Polonnaruwa. Da wurde an der Rezeption ein Preis von 37.000 LKR aufgerufen, doppelt so hoch wie bei anderen Fahrern. Einer unsere letzten Fahrer hat uns einen Kollegen für 18.000 LKR vermittelt. Da geben wir lieber direkt ein gutes Trinkgeld, als das Hotel daran mitverdienen zu lassen.

Zusätzliche Einrichtungen wie eine Sauna und ein von ayurvedischen Traditionen inspiriertes Spa gehören offiziell zum Angebot, allerdings fehlten vor Ort deutliche Hinweise darauf oder entsprechende Preisübersichten zu diesen Dienstleistungen im Zimmer.




Lage

Die Lage ist ruhig, aber dennoch sehr zentral. Das Stadtzentrum von Kandy ist zu Fuß in etwa 10–15 Minuten über eine steile Abkürzung erreichbar, oder es ist eine kurze Tuk-Tuk-Fahrt. Wir sind immer gelaufen, zum Einkaufen oder zum Tempelbesuch.

Nur weiter entfernte Ziele wie den Königlichen Botanischen Garten oder die beiden Tempel Sri Maha Bodhi Viharaya und Asgiriya Bodhiya, die wir vom Balkon und von der Dachterrasse aus auf den Hügeln sehen konnten, haben wir mit dem Tuk-Tuk besucht.

Wer sich für Tänze interessiert, der kann fußläufig nebenan die Vorstellung Mallawaarachchi Kandyan Dance im Oak Ray Heritage Hotel erreichen.



Zimmer

Es gibt hier insgesamt 27 Zimmer, die modern mit Holz und glänzenden Böden eingerichtet sind. Zu den Kategorien gehören einige wenige Standard-Zimmer mit Blick auf die Berge und die Straße, die laut Webseite des ca. 65 m² groß sind.

Die meisten Zimmer sind Deluxe-Zimmer mit direktem Blick auf den Kandy-See und einer Größe von angeblich 80 m², so eines hatten wir auch gebucht. Falls man hier übernachtet, lohnt sich ein Zimmer mit Lake View definitiv, da der Aufpreis den Mehrwert durch die wunderbare Aussicht durchaus wert ist. Die Größe ist jedoch eher mit ca. 40 m² anzunehmen, was aber ausreichend war.

Auf dem Balkon stehen zwei Stühle mit Tisch. Draußen liegen lassen sollte man hier allerdings nichts, denn besonders am Morgen nutzen Hutaffen die Architektur für ihre Inspektionsrunde und sie klauen alles, was sie finden können. Ein Aufkleber an der Balkontür weist darauf hin, die sollte man auch nicht offen stehen lassen.

Alle Zimmer verfügen über eine gut funktionierende Klimaanlage, Smart-TV, einen kleinen Kühlschrank ohne Inhalt und einen Wasserkocher für Tee oder Kaffee.

Ein Highlight ist das große, sehr bequeme Bett mit schöner Bettwäsche und guten Matratzen. Im Zimmer befindet sich auch ein Sofa mit Kissen, und es gibt viele Lampen, die je nach Bedarf eine andere Lichtstimmung erzeugen.

Im Bad mit Dusche ist es etwas eng, aber rund um das Waschbecken reichen die Ablagen. Seife und Shampo duften nach Zimt, einen Fön gibt es auch.

Das Zimmer wird täglich gereinigt, nur am letzten Tag fehlten uns plötzlich die kleinen Handtücher. Zum Flur hin kann es etwas hellhörig sein, auch das Wasser vom Nachbarn hört man rauschen. Das ist aber in den meisten Hotels so.




Frühstück

Hier in Kandy wohnten wir im größten Hotel der bisherigen Reise und hatten hier auch das erste Buffet am Morgen. Da habe ich mich richtig drauf gefreut, endlich mal das Essen was man möchte und nur so viel nehmen, wie man braucht.

Das Frühstück wird auf einer hellen, lichtdurchfluteten Empore oberhalb der Lobby serviert. Direkt am Eingang bereitet ein Koch verschiedene Eierspeisen frisch zu, wobei besonders die Egg Hoppers mit Coconut Sambal hervorzuheben sind, die täglich frisch bestellt werden konnten. Zudem bestand die Möglichkeit, sich frische Waffeln zubereiten zu lassen, für die sich aufgrund der restlichen Auswahl jedoch kaum noch Platz fand.

Das weitere Angebot umfasst warme Speisen in silbernen Behältern, die von French Toast und Rührei über Dal und Fischcurry bis hin zu Würstchen und Speck reichen. Ergänzt wird dies durch Joghurt, wobei der traditionelle Büffelmilchjoghurt leider nur am ersten Tag verfügbar war, danach kam gesüsster Industriejoghurt. Es gab vier verschiedene Obstsorten, zwei Säfte und aromatisiertes Wasser.

Die Auswahl an Brot, zwei verschiedenen Sorten Toast sowie Gebäck wie Plunderteilchen, Muffins und Kuchen ist vielfältig. Verschiedene Beilagen wie Butter, Marmeladen, Erdbeersauce, Schokosauce und Karamellaufstrich runden das Angebot ab, sodass für unterschiedliche Geschmäcker gesorgt ist. Auch etwas Wurst und Käse gabe es, aber in kleinen Mengen.

Heißgetränke wie Tee oder Kaffee werden direkt am Tisch serviert. Die Servicequalität schwankte jedoch merklich: Am zweiten Tag war etwas der Wurm drin, vier Personen bedienten, wir mussten trotzdem 20 Minuten auf den Kaffee warten und nachfragen. Kalte Milch stand nur am Buffet. Auch frische Gläser und Teller kamen spärlich, Tische wurden nicht schnell abgeräumt. Wir haben fast eine ganze Stunde zum Frühstücken gebraucht.

Ein deutlich effizienteres Bild bot sich am darauffolgenden Tag, als der Mitarbeiter Pavithra gemeinsam mit einer Kollegin den Service übernahm. In dieser Konstellation verlief alles reibungslos.Wir bekamen sogar Servietten und eine ganze Kanne Kaffe plus ein Kännchen kalte Milch auf den Tisch gestellt. Bester Mann!



Kulinarisches

Es gibt drei Restaurants im Hotel: Da ist zum einen das Canopy Rooftop inklusive Bar auf dem Dach, das von 18:00 Uhr bis Mitternacht moderne sri-lankische und internationale Küche serviert. Im Hauptrestaurant gibt es das volle Programm mit Frühstück, Mittag- und Abendessen, während das Trees Café im Eingangsbereich tagsüber, von 06:30 bis 18:00 Uhr, feinsten Ceylon-Tee und Kaffee anbietet.

Unser Glück: Am Tag unserer Ankunft war Valentinstag. Uns wurde spontan ein spezielles Menü auf der Dachterrasse für 8.500 LKR angeboten, und wir sagten einfach zu, ohne genau zu wissen, was uns erwartet. Überraschenderweise hatten nur wenige Gäste zugegriffen, sodass wir den Abend oben an einem von nur vier besetzten Tischen genießen konnten.

Schon beim Ankommen waren wir begeistert, denn der Tisch war liebevoll mit Herzen und einer feinen Decke dekoriert, und für die Dame gab es sogar eine rote Rose zur Menükarte. Das Essen klang nicht nur gut, es war fantastisch. Es gab jeweils zwei Gerichte zur Auswahl, wir bestellten jeweils ein anderes um möglichst viel zu probieren. Dass es dann noch ein Glas Weißwein aufs Haus dazu gab, machte den unschlagbaren Preis endgültig zum Schnäppchen.

Sri Lanka Logo

Die Vorspeisen waren ein echtes Highlight: ein Orangen-Pasta-Wrap mit Avocadocreme, Lachs und schwarzem Olivenstaub sowie eine arabisch gewürzte Lammleber-Pastete, die mit Rote-Bete-Feta, einer Orangen-Emulsion, gedünstetem Sellerie und eingelegtem rotem Apfel serviert wurde. Als gemeinsamen Zwischengang genossen wir eine cremige Garnelen-Piña-Colada-Suppe, ein Kokos-Ananas-Velouté und ein erfrischendes Passionsfrucht-Erdbeer-Sorbet.

Beim Hauptgang entschied sich Michael für das Angus-Rinderfilet im Rosmarin-Parmesan-Mantel, das mit einer Rotwein-Reduktion, karamellisierten Zwiebeln, Erbsenpüree und in Kokosmilch pochierten Kartoffeln auf den Tisch kam, abgerundet durch einen Wildpilz-Portwein-Sake-Jus.

Ich gönnte mir den in Dill und Limette marinierten Barramundi. Der Fisch wurde von einer Weißwein-Infusion begleitet, dazu gab es ein italienisches Gemüse-Parmesan-Timbale, ein Käse-Butter-Kartoffelconfit und aromatischen Reis mit Trockenfrüchten.

Der süße Abschluss krönte den Abend: Michael hatte mit dem Haselnuss-Red-Velvet-Brownie, serviert mit Frischkäse-Frosting, Himbeereis und kandierten Cashews wohl das beste Los gezogen. Aber auch mein Mandel-Pistazien-Kuchen mit Wildhonigglasur, Blaubeer-Macarons und Mandelsahne war absolut köstlich.

Alles in allem war das Essen sehr überzeugend und eine absolute Ausnahme in Sri Lanka. Wir bestellten noch zwei Signature-Cocktails zum Abschluss und zahlten am Ende insgesamt 22.300 LKR.

Am nächsten Tag folgte leider die Ernüchterung. Vor unserem Tempelbesuch wollten wir den High Tea testen, doch der war kein Vergleich zu dem Erlebnis in Nuwara Eliya. Die Snacks waren zwar lecker, aber der Tee kam erst, als die herzhaften Kleinigkeiten längst verputzt waren. Uns wurde dann auch Kaffee angeboten, woraufhin wir einen Cappuccino bestellten. Dieser wurde uns dann eine Viertelstunde später in einem To-Go-Becher auf den Tisch gestellt, ein echtes No-Go für ein Hotel dieser Klasse und erst recht für einen High Tea. Als wir das an der Rezeption zur Sprache brachten, wurden wir gekonnt ignoriert. Es hat mit 7.600 LKR auch weniger als die Hälfte gekostet, das rechtfertigt aber nicht die Aussetzer beim Service.

Unseren letzten Abend ließen wir dafür ganz entspannt ausklingen: Wir teilten uns auf der Dachterrasse eine richtig gute, große Pizza mit Deviled Chicken und tranken dazu ein kühles Bier für 5.600 LKR.





Fazit

Eine sehr schöne Unterkunft in perfekter Lage, Service teilweise mit Luft nach oben.

Im Februar 2026 waren wir vier Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Unterkunft The Trees Kandy.

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